Meine Belohnung für 10 naschfreie Abende

Meine liebe Schwester und ich haben uns gleichzeitig in das Projekt „Zuckersucht bekämpfen“ begeben. Zuckersucht klingt in den Ohren der meisten Menschen sicherlich nach Übertreibung. Ist es aber nicht. Es geht nicht darum, eine Kohlenhydratarme Ernährung durchzuziehen, sondern Eistatsächlich um industriell hergestellten Zucker.  Wir wollen keinen Zucker mehr als Süßungsmittel verwenden und versuchen Süßigkeiten sowie Lebensmittel mit verstecktem Zucker wegzulassen oder zu reduzieren. Meine Schwester ist da etwas stärker als ich und hat bereits viele Alternativen für sich gefunden. Zumal sie Zucker auch wesentlich schlechter vertragen hat. Die positiven Auswirkungen machen sich bei ihr sofort im Hautbild und bei der Verdauung bemerkbar.

Bei mir sind die psychischen Auswirkungen stärker zu spüren. Ich habe regelrechte Entzugserscheinungen wie rasende Kopfschmerzen, Gereiztheit und in meinem Kopf kreisen die Gedanken nur noch darum, was ich als nächstes naschen könnte.

Darum geht es mir in erster Linie darum, zu reduzieren und eine schlechte Gewohnheit wieder loszuwerden, nämlich die Gewohnheit jeden Abend noch etwas zu naschen. Dabei geht es für mich generell ums Naschen, wozu auch Knabbergebäck und Salziges zählen. Denn ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr darauf verzichten kann. Egal womit ich mich jetzt abends beschäftige, die Gedanken sind grundsätzlich bei irgendwelchen Süßigkeiten – ohne hungrig zu sein, wohlgemerkt.

Ich erlaube mir jetzt eine süße Mahlzeit am Tag und dabei sind bereits Fruchtjoghurts oder Quark eine Süßigkeit. Das hätte bei mir vor 3 Wochen noch nicht gezählt – auch wenn ich es bei meinem Sohn ganz anders gesehen habe. Für ihn gilt es schon immer als Süßigkeit, weil ich im Grunde genommen weiß, wie viel Zucker darin steckt. Vor diesem Vorhaben habe ich morgens schon am liebsten mit einer Apfeltasche und gesüßtem Cappuccino angefangen, Mittags zum Nachtisch mal Joghurt oder ein Stück Schokolade gegessen, nachmittags gab es Kaffee und Kuchen oder Eis und dann abends eben noch etwas zum Naschen. Die Reduktion ist also schon immens.

Um jedoch von diesem negativen Gedankenkarrussel und der damit verbundenen schlechten Laune am Abend wegzukommen, habe ich mir ein Belohnungssystem auYoga-Magazin 1sgedacht – und juhu mir sind tatsächlich Sachen eingefallen, die nichts mit Essen zu tun haben. Denn Essen als Belohnung ist auch so eine psychologische Falle, die längst zugeschnappt hatte. Nun male ich mir also für jeden überstandenen Abend ohne Naschen ganz stolz einen Smiley in den Kalender und habe mittlerweile eine lustige Smileyreihe. Mein ursprüngliches Belohnungssystem sollte so aussehen, dass ich mir für jeden 5. Smiley etwas Kleines gönne: einen Beauty-Abend in der Badewanne oder eine schöne Zeitschrift, wie die abgebildete. Das Yoga-Magazin war meine Belohnung für 10 Smileys.

Nach einigen Smileys merke ich aber, dass es darauf schon gar nicht mehr ankommt. Ich will einfach keine Lücke in der Smileykette haben. Und je mehr Abende oder auch Tage ich sichtbar durchgehalten habe (schließlich bin ich auch auf die maximal eine süße Mahlzeit am Tag schon stolz), desto weniger brauche ich die Belohnung, denn die Auswirkungen allein sind Belohnung genug. Man sagt, dass man ungefähr 8 Wochen braucht, bis sich eine neue Gewohnheit eingepegelt hat. Ab da sollte ich dann also ohne Smileys auskommen. 😉

Im übrigen haben Daija und Birgit von kids, cooks and composts bereits sehr interessante Beiträge zum Thema „zuckerfrei“ geschrieben.

Ich bin jetzt bei 15 Smileys und werde euch über weitere Fortschritte auf dem Laufenden halten. Im nächsten Artikel kann ich dann auch etwas mehr auf die Auswirkungen von Zucker eingehen und warum es ein Suchtmittel ist, auch wenn es nicht offiziell zu den Drogen zählt. Außerdem möchte ich gern gesunde Alternativen zum Zucker vorstellen.

Eure Sabrina

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4 Gedanken zu “Meine Belohnung für 10 naschfreie Abende

  1. Glückwunsch, Sie haben ihr Ziel fast erreicht. Für mich war es ein Experiment, ob überhaupt was dran ist an dem, was man so über Zucker liest, und – wenn sich mein Körper besser fühlt, wie fühlt er sich dann überhaupt an? All das kann man nur erfahren, wenn man es tut. Darüber nachzudenken, oder über mehr Energie zu reden, ist nicht greifbar. Jetzt ist es greifbar. Zusätzlich stabilisiert sich der Gemütszustand. Experiment mit positiven Auswirkungen. Art der Ernährung wird erstmal beibehalten.
    Es ist so schön, dass du es schon so weit gebracht hast. Gerade in dieser Gesellschaft, und Essen ist ja auch ein Stück weit Kultur. Deutsche Kultur isses eben, am Nachmittag zum Kaffee nen Stück Gebäck zu essen. Eine harte Droge. Aber, wenn die Sucht einen hat, ist jede Droge hart.

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