Zuckersucht Teil II

3. CappuccinoEs wird Zeit für das versprochene Update zum Fortschritt bezüglich meiner Zuckersucht.

Durch unseren Urlaub in Paris wurden meine guten Vorsätze für eine Woche unterbrochen. Mir war klar, dass ich in Paris nicht an den leckeren Küchlein und Macarons vorbei gehen könnte und wollte den Urlaub als Ausnahme genießen.

1. Erbeertörtchen Das hat auch gut geklappt. Sogar so gut, dass ich danach tatsächlich erst mal nichts Süßes mehr sehen konnte. Es gab auf dem Rückflug einen Snack der mir de2. Berthillon-Eisn Rest gab. Das Miniküchlein (leider nicht das abgebildete) war derart reichhaltig und zuckrig, dass man schon nach zwei Bissen das Gefühl hatte ein Stück Sahnetorte verschlungen zu haben. Danach verlangte mein Körper erst mal nur noch nach etwas Frischem. Ich lief also sofort am Heimkehrabend in den Supermarkt, um Massen an Obst und Gemüse einzukaufen und bereitete uns einen superleckeren Rucola-Salat mit Feta, Gemüse, Vital-Kernen und Honig-Senf-Dressing zu. Nur dass wir statt Honig immer Ahornsirup verwenden.

Auch den Sport hatte ich vermisst. Leider hatte ich es in den letzten Wochen immer nur noch einmal wöchentlich ins Fitness-Studio geschafft. Wenigstens besuchte ich dann immer einen Kurs, der mich ordentlich auspowert und alle Muskelgruppen trainiert. Zuvor war ich wenigstens zweimal die Woche dort und verband einmal davon mit Sauna. Das werde ich mir zum Herbst auch wieder fest vornehmen.

Die Smileys habe ich durch die Unterbrechung nicht mehr weiter in meinen Kalender gemalt und auch nicht mehr vermisst. Denn mein Verlangen ist tatsächlich abgeebbt und mein übergeordnetes Ziel, nämlich die Gewohnheit loszuwerden abends noch zu naschen, habe ich tatsächlich erreicht.

Von einer Freundin habe ich noch den Tipp bekommen, gleich nach dem Abendessen, zusammen mit dem Kind die Zähne zu putzen. Das sei ihr Trick. Vor allem, wenn sie dies sehr gründlich tut mit Zahnseide, Mundwasser und allem Drum und Dran, hat sie keine Lust mehr danach noch etwas zu naschen. Denn dann müsste sie ja alles noch mal machen. Ich habe diesen Trick tatsächlich auch schon öfter angewendet. Bei mir funktioniert es aber vor allem deshalb, weil der Appetit dann weg ist. Durch die Frische im Mund verschwindet der Jieper, den ich ansonsten durch das Abendessen bekommen hatte. Ganz besonders nach scharfen, würzigen oder salzigen Dingen, verlangte es mich nach etwas Sü1. mjami summer afternoonßem.

Ich esse meistens weiterhin noch einmal am Tag, in der Regel am Nachmittag, etwas Süßes. Das ist aber längst nicht mehr wie in der Vergangenheit ein Stück Kuchen, sondern kann Joghurt, Obst oder auch mal eine Süßigkeit sein.

Der Erfolg ist bereits eingetreten. Meine Gedanken kreisen nicht mehr nur ums Essen und die Gereiztheit ist weg. Außerdem habe ich endlich ein paar Kilo abgenommen. Mein Wunsch mit dem Eintritt ins Fitness-Studio war schon, ein wenig abzunehmen und in etwa zu meinem Gewicht vor der Schwangerschaft zurückzukommen. Dies war allerdings nicht mein Hauptziel, weshalb ich diesbezüglich wenig Ehrgeiz entwickelt hatte. In erster Linie ging es mir beim Sport nämlich darum, fitter zu werden. Das hieß eine bessere Kondition zu bekommen und keine Rückenschmerzen zu haben. Im Grunde hatte ich gehofft, dass ich durch den Sport nichts an meinen geliebten Ernährungsgewohnheiten ändern müsste: Also Sport machen, damit ich so weiter essen konnte wie bisher. :-/

Das wollte aber einfach nicht funktionieren und so beschäftigte ich mich erneut mit dem Thema Ernährung und stieß auf wunderbar inspirierende Vlogs und Blogs zum Thema Clean Eating und Zuckersucht. Was das Clean Eating und den Verzicht auf Zucker angeht, ziehe ich nichts zu 100 % durch, sondern versuche einfach die Prinzipien der gesunden Ernährung weitestgehend zu beherzigen und mich von den Rezepten verführen zu lassen. Das ist auch gar nicht so schwer, wenn man gerne kocht und Salate zubereitet.

4. Gewicht
mein Gewicht: in Paris – im All – auf dem Mond

Das Problem waren eher die zusätzlichen ungesunden Snacks, die ich etwa zu 80 % vom Speiseplan gestrichen habe. Zusammen mit dem regelmäßigen Sport habe ich so meine überflüssigen 4 Kilo verloren und bin wieder bei meinem Ausgangsgewicht. Es ist so schön, wenn die Kleidung wieder locker sitzt und Leute nicht mehr grübeln, ob wohl ein Geschwisterchen für das Lieblingskind unterwegs sei. Meine Veranlagung ist nämlich, nur am Bauch zuzunehmen. Als ansonsten eher zierlich gebaute Person, sehe ich dadurch gleich aus wie im 6. Monat, weshalb wir dieses Phänomen liebevoll Lebensmittelschwangerschaft tauften.

Was sich verbessert hat im Überblick:

  • Ich nasche abends nichts mehr. Auch kein Malzbier. 😉Ahornsirup
  • Meine Gedanken kreisen abends nicht mehr nur darum, was ich als nächstes naschen könnte.
  • Meine Snacks sind zu 70% gesünderen Alternativen gewichen (Joghurt, Rohkostkonfekt, Studentenfutter, Obst).
  • Ich habe mein Wunschgewicht erreicht.
  • Ich süße überhaupt nichts mehr mit Zucker (auch keinen Kaffee). Für andere süße Speisen gibt es Honig, Ahornsirup oder Reissirup als Alternative.

Das nächste Ziel lautet: die guten Gewohnheiten dauerhaft beizubehalten und nicht wieder rückfällig zu werden. 😉

Rezepte für gesunde Alternativen zu industriell hergestellten Süßigkeiten werde ich nach und nach noch hier veröffentlichen. Vielleicht habt ihr auch noch tolle Anregungen und Tipps. Besonders interessieren würden mich weitere Tricks, schlechte Gewohnheiten zu durchbrechen.

Eure Sabrina

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2 Gedanken zu “Zuckersucht Teil II

  1. Glückwunsch. Viele kleine Schritte aus der Zuckersucht ist der richtige Weg.
    Warum verwendest du Honig zum Süßen? Eigentlich ist das ja nur Zuckerwasser.
    Reissirup ist viel besser, fructosefrei und viel Mehrfachzucker.
    Gruß, Elisa

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  2. Hi Elisa, ich persönlich nehm auch am liebsten Honig zum süßen. Beim Backen eher Trockenfrüchte.
    1. Ist Honig süßer als Zucker, man braucht weniger
    2. Enthält Honig neben dem Zucker wertvolle Nährstoffe… Mineralien, Enzyme, organische Säuren und bis zu 120 Aromastoffen. Man sollte nur wissen, wo man ihn kauft und ob er erhitzt wurde. Ein Imker des Vertrauens wäre ratsam.
    3. Ist es das älteste Süßungsmittel der Menschheit, was mir persönlich Vertrauen gibt.
    4. Ich selbst hab ein komisches Gefühl dabei, wenn ich kanadischen Ahornsirup kaufe, weil er weit anreisen musste und Massenware geworden ist. Ich hab noch nie Reissirup gekauft, aber schon bei Reiswaffeln oder Reis wird mir mulmig (ich würde es gern abstellen, weil perfekt sein nich is). Es ist nicht regional und von den Erntearbeitern und den Landschaftsstreifen mit Reisfeldern mal abgesehen.
    5. Herstellungsverfahren bliblablubb. Bahai und Brimmborium.
    6. (Nicht fundiert, aber erfahren) Die meisten Imker werden an die 100 Jahre alt. Sie sind wirklich (sicher durch noch einige andere Faktoren wie Bewegung und weniger Stress) gesund.

    Das sind meine Gründe. Mein Gewissen ist beruhigter. Aber auch hier gilt, „viel hilft nich viel“. Ich brauch gut 1-1,5 Jahre, bis so ein 500g Glas geschafft ist.

    Liebe Grüße
    Sophie

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