WMDEDGT – Tagebuchbloggen im Februar 2016

Jeden Monat fragt Frau Brüllen: „Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag?“ Damit ruft sie alle zum Tagebuchbloggen auf und ich mache heute mal mit.

Kurz bevor der Wecker klingeln sollte, weckte mich das Lieblingskind, weil im Wohnzimmer das Licht angegangen ist. Es war etwa zehn vor sechs. Aber ich merkte, dass ich ausgeschlafen war, da ich gestern früh ins Bett gegangen bin und das Lieblingskind sich in dieser Nacht mal nicht wie ein Propeller herumgedreht hatte. Allerdings stellte ich fest, dass er in der letzten Zeit immer mehr träumt. Er macht dann so unruhige Geräusche. Manchmal kriegt er auch Angst im Traum und kuschelt sich dann an mich, und am nächsten Morgen kann er auch schon von seinen Träumen berichten.

Heute morgen fiel erst mal die Dusche für mich aus, weil wir kein warmes Wasser hatten. Gestern wurde irgendwas an den Wasserrohren gearbeitet und seit dem Abend funktionierte es mit dem warmen Wasser nicht mehr. Ich hörte als erstes im Bad den Wochenrückblick von Peter Zudeick auf Radio eins. Im Grund genommen beginnt jeder Morgen bei mir im Bad mit meinem geliebten Radio eins.

Dann habe ich eine Überraschung für das Lieblingskind, denn sein Königskostüm für den Fasching ist endlich angekommen. Das musste es natürlich sofort anprobieren. Ich werde allerdings noch kleine Änderungen vornehmen müssen, da das Lieblingskind noch ziemlich klein ist. Hm, etwas ärgerlich ist das ja schon. Die Größenangabe war nämlich 3-4 Jahre. Das Lieblingskind ist 4. :-/

Danach spielte es im Zimmer gemütlich vor sich hin. Es ist in den letzten Tagen so ausgeglichen und gut gelaunt. Das genieße ich gerade sehr. In dieser Zeit, möchte ich uns wieder ein kleines Frühstück machen. Gleich das Erste, was ich jedoch aus dem Kühlschrank nehme, rutscht mir aus der Hand und kracht mit einem lauten Knall auf den Boden. Meine Lieblingsschale ist zerbrochen. Die Schale habe ich von meiner lieben Freundin aus dem Wohnheim geschenkt bekommen, von der ich schon im letzten Beitrag geschrieben habe. Das Lieblingskind ist erschüttert. Es hatte diese Schale nämlich auch zu seiner Lieblingsschale erklärt. Sie war mit Snoopy und tausenden kleinen Woodstocks auch eher eine Kinderschale.

Im Anschluss hatten wir dann aber ein gemütliches Frühstück mit einem Lieblingskind, das in einer Tour die Wochentage aufzählte. Die zerbrochene Schale war kein Omen, dass an diesem Tag alles schief gehen würde. Tatsächlich hatte ich danach erst einmal einen richtig schönen Morgen und am Ende des Tages glaube ich sogar, dass Scherben Glück bringen.

Um kurz nach 8 Uhr bringe ich das Lieblingskind dann in die Kita. Es ist so fröhlich, dass mir richtig das Herz aufgeht.

Kurz darauf fahre ich mit der S-Bahn zur Arbeit, in der ich statt in meinem Buch zu lesen, mal wieder durch Blogs stöbere. Mist, ich fange schon wieder an zu prokrastinieren, wie man das so macht, wenn man eigentlich etwas lernen sollte.

Noch auf dem Weg fällt mir ein, dass ich meinen Apfel vergessen habe. Ohne halte ich es bis zum Mittag nicht aus, also springe ich noch schnell in den Supermarkt, um dort mit einem Apfel in der Hand an einer schier endlos langen Schlange anzustehen. Kurz darauf, nickt mir eine Kassierin zu und ruft mich rüber an eine neue Kasse. *Jippi* Sie war so freundlich, gleich mich anzusprechen, weil sie mich da so verloren stehen sah. Wenn das nicht nett ist. Ich war so dankbar und dachte auf meinem weiteren Weg nur: Es sind eben doch die kleinen Momente, die einem den Tag versüßen können. 🙂

Auf Arbeit angekommen, musste ich erst mal in die Küche gehen und mir einen Tee kochen, denn im Büro wurde mal wieder gewischt. Es ist jeden Freitag dasselbe. Ich habe das Gefühl, sie rechnen irgendwie nicht mehr damit, dass da noch jemand arbeiten kommt. Dabei stehe ich jeden Freitag um 9 Uhr wieder da und möchte doch nur an meinen Arbeitsplatz. aaaargh

Na ja, Tee kochen, Laptop schon mal in der Küche hochfahren und gut. Das braucht ja eh eine Weile. Und dann gab es wirklich Einiges zu tun. Jeden Freitag von 10-12 Uhr habe ich eine Offene Sprechstunde für Alleinerziehende. Diese hat sich jedoch noch nicht großartig herumgesprochen, sodass ich dazu komme viel abzuarbeiten, zu besprechen oder zu dokumentieren.

Ach ja, ich nutzte die Zeit in der Küche auch noch dazu, unsere Hausverwaltung wegen des kalten Wassers anzurufen. Diese wollte sich sofort darum kümmern. Um 10:27 Uhr sprachen sie auf meine Mailbox (ich war gerade im Gespräch) und erklärten mir, dass nun ein Handwerker auf dem Weg zu unserer Wohnung ist, denn das mit dem kalten Wasser sei nur bei uns so. Ich dachte nur, das kann doch nicht wahr sein und rief sofort zurück, um zu erklären, dass ich aber nicht da sein werde, weil ich noch arbeite. Oh, dann müsse ich schnell mit der Firma sprechen, denn ich hatte schon „so ein Glück, dass sich überhaupt noch Freitag jemand auf den Weg machen konnte.“ Aha. Ich rief dann bei der Firma an, um Bescheid zu geben, dass ich gar nicht da sei und auch nicht vor 13 Uhr zu Hause sein könne. „Na dann haben Sie aber Pech gehabt. Um die Zeit arbeitet da keiner mehr. Sie haben schließlich überhaupt schon so ein Riesenglück gehabt, dass wir noch jemanden hinschicken konnten. Wenn Sie sich nun aber schnell auf die Socken machen würden und, sagen wir mal, in einer halben Stunde da sein könnten, dann könne ich den Kollegen noch zum Warten bringen.“ Ich erklärte, dass ich, selbst wenn ich mich schnell auf die Socken machen könnte, es nicht vor einer Stunde zu schaffen sei, da ich in Marzahn arbeite. Und auch das geht nicht, weil ich bis 12 Uhr arbeiten muss. „Hm… ich denke es sei so eilig, Sie haben ein kleines Kind und so.“ Oh man, stimmt, weil ich arbeiten muss, ist es jetzt nicht mehr eilig. Wir machen einen Termin für Montag früh aus und ich bin geladen. Gar nicht mal, weil es nicht klappt, sondern eher wegen der Art und Weise wie die mit mir geredet haben.
Egal. Ich werde das Wochenende auch so hinkriegen. Wozu gibt es Wasserkocher?

Und außerdem freute ich mich sehr auf den Nachmittag. Denn ich erfuhr spontan, dass das Lieblingskind sich eine Kitafreundin eingeladen hatte. Die Mama des Mädchens schrieb mir nämlic4. Pfannkuchenh eine sms, ob es stimme, dass ihre Tochter heute bei uns eingeladen sei. Bisher wusste ich davon zwar nichts, aber wir hatten auch noch nichts vor und haben uns eigentlich auch schon viel zu lange nicht mehr getroffen. Also besorgte ich auf dem Rückweg noch verschiedene Pfannkuchen und lauter Leckereinen für das Abendessen, denn dazu lud ich sie gleich mit ein. Es ist schließlich schöner, wenn es sich für die Kleinen auch lohnt und sie sich mal nicht mitten im schönsten Spiel trennen müssen.

Zu Hause angekommen, fing ich an aufzuräumen und die Einkäufe zu verstauen, als es auf einmal klingelte. Ich öffnete die Tür und vor mir stand … ein Handwerker. Er fragte: „Darf ich mal kurz?“ und marschierte ins Bad. „Ich will nur mal kurz was prüfen.“ Dann stellte er das warme Wasser an. „Funktioniert wieder.“ Ich war baff, hatte ich mich doch schon auf ein Wochenende ohne warmes Wasser eingestellt. Der Handwerker konnte also doch auch unten etwas ausrichten, wo gestern schon gearbeitet wurde und musste dafür nicht extra in die Wohnung kommen, und er war noch da, als ich ankam. Was für ein Wechselbad der Gefühle. Manchmal muss man echt einfach nur gelassen bleiben, oder?
[Scherben, wart ihr das?]

Aber ich freute mich erst mal und putzte noch beschwingt durch die Wohnung. Mist, die hatte es nötiger als ich dachte. Dabei wollte ich doch noch etwas fürs Seminar tun. Aber wenn Besuch kommt, habe ich es doch lieber ordentlich. 😉

5. AbendessenDann hatten wir auch einen wunderbar gemütlichen Nachmittag mit Kaffee und quatschen und spielen. Nur dass unsere kleine Besucherin dann doch ziemlich schnell müde geworden ist und nicht mehr bis zum Abendessen durchgehalten hatte. So spielte ich noch ein wenig Memory und Raupe füttern mit dem Lieblingskind, bevor wir dann allein zusammen die Köstlichkeiten aßen. Dazu wollte es unbedingt „Petterson und Findus“ hören, nicht weil es sich mit mir nicht unterhalten mochte, sondern weil es einfach auch schon sehr müde war.

Nach dem Duschen und dem Sandmännchen, brauchte ich nur noch drei Michelgeschichten vorlesen und das Lieblingskind war friedlich eingeschlummert. Nun ist es 22:00 Uhr und ich werde diesen Beitrag mal zu Frau Brüllen rüberschieben.

Und was habt ihr so den ganzen Tag gemacht?

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