„… dann ist Kranksein richtig schön.“

… singt das verletzte Adlerküken auf der Geschichtenlieder-CD „Der Wolkenstein“.
Gemeint ist: wenn erst mal das Gröbste überstanden ist und man umsorgt, verwöhnt und gepflegt wird, dann ist Kranksein sogar ganz schön.

So erging es dem Lieblingskind in der letzten Woche auch. Denn das arme Kind ist so selten krank, dass es noch nicht viele Auszeiten von der Kita genießen konnte. In der letzten Woche klang der Husten von Sonntag zu Montag allerdings mal so schlimm, dass wir uns dachten, damit sollte es ruhig mal zu Hause bleiben können.

Auch mit diesem Husten war er wie immer mopsfidel und wirkte überhaupt nicht krank. Er war einfach verrotzt und bellte ein bisschen. Ansonsten hüpfte und rannte er fröhlich neben und vor mir her zur Ärztin. Irgendwie war es für ihn eher wie ein Ausflug zu seiner geliebten Kinderärztin. Als diese dann auch noch total überfüllt war, weil sie nach dem Urlaub gerade erst wieder auf hatte und gleichzeitig Vertretung machte, bekamen wir einfach so die Krankschreibung. Ich hätte ihn abhören lassen können, wofür wir jedoch ungefähr drei Stunden hätten warten müssen. Da ich mein Kind gut kenne, es kein Fieber und offensichtlich auch keine großartigen Schmerzen hatte, nahmen wir die Krankschreibung und gingen lieber nach Hause. Ich fühlte mich sicher genug, ihm auch allein helfen zu können, denn die Ärztin hätte ebenfalls nur bewährte Hausmittel empfohlen und nichts verschrieben. Auf dem HHausmittel für Kinder1eimweg kauften wir noch Feuerwehrmann Sam Hörspiele und leckeres Essen ein, um es uns in den drei Tagen schön zu machen. Auch eine Frohsinn verbreitende Blume zierte sein „Krankenlager“ aka Kinderzimmer.

Alle Kräuter und weiteren Naturheilmittel hatten wir noch zu Hause. So bekam das Lieblingskind an diesem Tag zum Mittagschlaf seinen ersten Brustwickel, den es erst neugierig annahm, dann aber schnell lästig fand. Überhaupt mag es schwitzen so gar nicht. Danach bekam er den Thymianaufguss einfach als Tee mit ein wenig Honig. Hilft bei mir auch immer ganz gut.

Das Lieblingskind genoss die zusätzliche Zeit nach dem Wochenende zu Hause und sagte mir, wie schön es sei, dass wir zwei mal allein zusammen waren. Wir spielten, bastelten, lasen Geschichten und in den Nachmittagsstunden ließ er mich sogar ein wenig arbeiten.

So ausgeglichen, wie in der letzten Woche, habe ich das Lieblingskind lange nicht mehr erlebt. Die gute Laune und Ausgeglichenheit hielt auch noch an, als es schon wieder zur Kita ging. Mag sein, dass es die zusätzliche Zeit zu Hause mit noch mehr Zuwendung war. Mag sein, dass es gerade keinen anstrengenden Entwicklungsschub gab. Kann auch sein, dass es alles zusammen war. Auf jeden Fall habe auch ich diese Tage sehr genossen. Denn so entspannt hatte ich mir die Zeit zu Hause mit einem kranken Kind nicht vorgestellt.

Am Ende bekam ich noch die Rückmeldung aus der Kita, dass sie es sehr gut finden, wenn wir die Kinder auch bei harmlos wirkenden Erkältungen mal zu Hause lassen, weil Ruhe doch am besten ist und der Alltag in der Kita die Kinder ganz schön fordert. Eine Freundin meinte außerdem, sie findet es gut, wenn man die Kinder, die zwar fit aber verrotzt sind, auch mal zu Hause lässt, damit sie nicht die anderen Kinder anstecken, die den Virus vielleicht nicht so einfach wegstecken. Darüber hatte ich vorher noch gar nicht nachgedacht. Mir tat es nur immer Leid, wenn ich merkte, dass das Lieblingskind zwar etwas angeschlagen war, aber nicht so, dass man damit zum Arzt gehen würde. Einige Wochen zuvor, war es nämlich auch so, dass wir lediglich für den Tag eine Krankschreibung bekamen, an dem ich mit ihm bei der Kinderärztin war. Es war zwar ein Freitag, sodass er drei Tage zum Ausruhen hatte. Aber dennoch war klar, dass es als „kita-fit“ eigeschätzt wurde.

Wie handhabt ihr das mit euren Kindern, wenn sie krank sind? Ab wann können sie zu Hause bleiben? Wer bleibt bei ihnen?

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