„Hilf mir, es selbst zu tun.“

Dies ist wohl der meist zitierte Satz von Maria Montessori. Ich mag die Ansätze der Montessori-Pädagogik sehr und versuche auch im häuslichen Alltag immer mal wieder etwas mehr Möglichkeiten für das Lieblingskind zu schaffen, die „ihm helfen, es selbst zu tun“. Das heißt im Umkehrschluss allerdings nicht, dass es nicht weiterhin um Hilfe bitten kann und diese auch bekommt.

Für mehr Selbstständigkeit im Alltag müssen es nicht spezielle und teure Montessori-Materialien sein. Diese sind wohl eher für die Schule oder die Kita gedacht. Aber allein ein kleiner Tisch und ein kleiner Stuhl, den das Kind selbst tragen kann, sind schon hilfreich. Auf dem kleinen Tisch, etwas zu trinken bereit stellen, sodass es sich jederzeit selbst bedienen kann, wenn es Durst hat, hilft ihm schnell und selbstständig dieses Bedürfnis zu stillen.

1. Kindertisch
Dieser Tisch steht in der Wohnküche. In seinem Kinderzimmer hat er noch einen Tisch zum Malen und Basteln. Das Kinderzimmer ist ohnehin am besten an seine Bedürfnisse angepasst.

BastelnIm letzten Monat haben wir zusammen einen Kinderkalender gebastelt, der an der Wand gegenüber seiner Kinderzimmertür angebracht ist. Als ich selbst zum ersten Mal vom Kinderkalender gehört habe, dachte ich noch „Was kommt denn jetzt? Soll das Lieblingskind jetzt schon Terminstress haben?“ Aber darum ging es nicht. Mit dem Kinderkalender kann das Lieblingskind, ein besseres Zeitgefühl entwickeln und sich selbst in der Woche orientieren. Denn meistens fragt es gleich morgens, welchen Tag wir haben und ob heute Kita ist. So kann es nachschauen und die Klammer jeden Tag weiterrücken. Es kann dann abzählen wie lange es noch bis zum Wochenende oder bis zu einem bestimmten Ereignis ist.

Wenn es einen Termin gibt, z. B. Friseur, Arzt oder Sport, kommt das entsprechende Bildchen an den Tag und er kann abzählen, wie viele Tage noch dazwischen liegen. Wenn Besuch kommt oder wir jemanden besuchen, hängen wir entsprechende Fotos an den Tag. Dann kann er sich schon darauf freuen.

Auch interessiert er sich bereits sehr für das Lesen und Schreiben der Buchstaben und erzählt uns immer mit welchen Buchstaben die Wörter oder Silben anfangen. So ist es auch ganz hilfreich, zu den entsprechenden Symbolen für die Tage oder die Aktivitäten auch die Worte gut leserlich zu sehen.

Welche Ideen kennt ihr noch, die es den kleinen Kindern leichter machen, sich gut im Alltag zu orientieren und selbstständiger kleine Dinge erledigen zu können?
Falls euch der Kalender gefällt, kann ich euch gern die Bilddateien zum Nachbasteln mailen. 🙂

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