Kurzurlaub an der Ostsee

Seit drei Jahren fahren wir nun immer im Frühjahr nach Rostock, wo der Lieblingsmann und ich uns kennen und lieben gelernt haben. Wir haben beide dort studiert, wenn auch unterschiedliche Fächer, und sind uns erst zum Schluss begegnet und das, obwohl wir fast immer geradewegs um die Ecke voneinander gewohnt hatten. Erst in Wohnheimen und dann in WGs. Mit Sicherheit waren wir uns schon oft über den Weg gelaufen, ohne uns wahrzunehmen. Eine romantische Vorstellung eigentlich. Durch unsere Studienzeit in Rostock ist die Stadt zu so etwas wie einer zweiten Heimat geworden und so besuchen wir wenigstens einmal im Jahr noch unsere Freunde, die wir dort zurückgelassen haben. Auch wir wären ursprünglich gern dort geblieben, wenn es Jobmäßig etwas besser ausgesehen hätte. Jetzt bin ich froh in Berlin zu sein und ab und zu eine Auszeit in Rostock und Warnemünde zu verbringen.

1. Strand
Hier wurde offenbar frischer Sand aufgeschüttet, den wir Touristen jetzt platt tretetn sollten. 😉

Da ich noch immer erkältet war und es bei dem Lieblingsmann auch schon wieder losging, wollte ich gleich am Anreisetag sofort zum Strand, denn meine Ärztin hatte mir die natürliche Sole-Inhalation empfohlen. Zudem liebe ich den salzigen Meeresgeruch und wollte mir den 2. Café RöntgenWind um die Nase wehen lassen. Am Strand mussten wir jedoch feststellen, dass es extrem kalt war. Als es uns dann nach einer knappen Stunde zu kalt wurde, der Wind hatte uns ordentlich durchgepustet, begaben wir uns in das berühmte „Café Röntgen“ mit seinen wunderbaren Torten und wärmten uns auf.

Seit wir mit Kind verreisen, quartieren wir uns doch lieber in einer Pension ein als bei Freunden und so waren wir schon zum dritten Mal in der Pension Lotte mitten im Zentrum von Rostock, sodass wir uns jederzeit gut mit unseren Freunden treffen konnten. Die Pension ist sehr familienfreundlich und stilvoll. Wir buchen immer ein Komfortzimmer, damit der Lieblingsmann und ich abends noch etwas machen können, während das Lieblingskind nebenan schläft.

Es fühlt sich dort auch schon wie zu Hause, denn es erkennt die Pension mittlerweile sofort wieder. Der Pensionsleiter mit dem schönen Namen Brandenburg wurde bald der beste Freund vom Lieblingskind, da es sich jeden Morgen auf dem Weg zum Frühstück zwei Kaubonbons aus einer großen Bomboniere fischen durfte. Das Frühstück gab es im Café Lotte, wofür man kurz ums Haus gehen musste. Das Café hat sich seit dem letzten Jahr sehr verändert. Die Backwaren sind genauso lecker wie immer und die Frühstückszusammenstellung hat sich verbessert. Der neue Loungestil und die Selbstbedienung sind dagegen nicht so mein Fall.

Am Nachmittag, genoss ich dann mal wieder ein Stück Stachelbeer-Baise6. Malen mit Besuchr Kuchen (meinen Lieblingskuchen) im Lotte, als wir uns mit einer Freundin trafen. Mit ihr wollten wir dann noch zusammen zum Park und Spielplatz gehen, als es ziemlich heftig zu regnen begann. Wir luden sie dann kurzerhand mit in die Pension ein, wo wir alle malten und Quatsch machten.

Gleich am zweiten Tag, also am Sonntag, trafen wir uns mit meiner ehemligen Mitbewohnerin und ihrer kleinen Familie im Rostocker Zoo. Dort beeindruckt mich vor allem das Darwineum, das wir im Jahr zuvor zum ersten Mal besucht hatten. Zu dem Zeitpunkt war es auch noch ganz neu.

Als dann das Wetter nicht so richtig mitspielen wollte, statteten wir auch unserem 11. WupatkiLieblingsspielzeugladen Wupatki einen Besuch ab. Hier legen wir uns jedes Jahr ein neues Spiel zu und haben Spaß daran, witzige Sachen zu entdecken wie diese kleinen Hände auf dem Foto. Wir kauften uns einen Drachen für den Strand, das Lieblingskind bekam Puzzle und Steckies und der Lieblingsmann und ich gönnten uns mal ein klassisches Backgammon-Schach-Dame-Spiel.

23. SpielplatzWir probierten mit Freundinnen schöne neue Cafés aus, besuchten sie zu Hause oder den Spielplatz. Und wenn das Wetter schön war, gingen wir wieder an den Strand zum Drachen steigen lassen.

Das Drachen steigen lassen war n15. Drachensteigeneu für das Lieblingskind und entsprechend aufregend. Der Wind war hervorragend, allerdings war ich nach einer Stunde auch schon wieder ein Eisklotz. Wir hielten noch eine Weile durch, um dann, wie im letzten Jahr auch schon, im Teepott griechisch essen zu gehen. Beeindruckend fand ich, dass sich auch hier das Lieblingskind sofort daran erinnerte, dass es schon einmal dort war. Es sagte schon im Eingangsbereich noch vor d17. Mittagessenem Restaurant: „Hier waren wir schon mal. Hier haben wir meinen Rucksack vergessen.“ Und Recht hatte er. Im letzten Jahr hatte er einen kleinen Rucksack mit Malutensilien dabei, den wir unterm Tisch abgestellt hatten. Nach dem Essen brachen wir auf und vergaßen den kleinen Rucksack. Wir bemerkten dies erst, als wir schon mit der Fähre zur Hohen Düne gefahren waren und mussten wieder zurück.

18. blauer HimmelNach dem Essen klarte es wieder auf und wurde noch herrlich warm. Wir waren zum Minigolfen auf dem IGA-Gelände verabredet. Auf dem Weg dahin schlief das Lieblingskind auf Papas Arm ein. Wir legten ihn mit einer Decke (die wir auf dem Minigolfplatz bekamen) auf eine sonnenbeschienene Bank und konnten erst einmal in Ruhe Minigolf spielen. Als es kurze Zeit später wieder aufwachtet, erkundete es die Gegend und konnte direkt nebenan rutschen und klettern. Auch gab es auf dem Minigolfplatz ein Boot zum Klettern und Spielen oder er versuchte ebenfalls die Golfbälle einzulochen. Insgesamt war es ein sehr lustiger und sonniger Nachmittag mit jeder Menge Spaß.

12. UniplatzAn den verregneteren Tagen verbrachten wir die Vormittage vor allem in der Stadt, schlenderten über den Ostermarkt, gingen in den Spielzeugladen oder kauften mir Yogaklamotten. Ein Highlight des Urlaubs für mich war nämlich, dass ich zum Yoga gehen konnte. Denn eine meiner Freundinnen geht jetzt immer zu dem Yogakurs, den ich während meines gesamten Studiums besucht hatte. Es fand noch immer Dienstagabends mit dem gleichen Yogalehrer statt und ich konnte mitgehen. Es war ein wunderbarer Abend, da mir Yoga immer wieder wahnsinnig gut tut und ich es schön fand, meinen Yogalehrer wiederzusehen, der sich auch sofort an mich erinnerte.

Am vorletzten Tag kauften wir auf dem Ostermarkt noch kleine Geschenke und fuhren mit dem Riesenrad. Daher habe ich hier noch ein paar Bilder für euch, auf denen ihr Rostock von oben sehen könnt.

Am letzten Tag genossen wir noch einmal ein ausgiebiges Frühstück (jeden Tag mit Ei und das vor Ostern) und schlenderten dann gemütlich über den geschlossenen Ostermarkt zum Bahnhof. Der Regen schob uns aus der Stadt. 27. Brunnen der FreudeUnd so ist das letzte Bild unter einer dunklen Wolkendecke aufgenommen. Es zeigt wie das Lieblingskind durch den Brunnen der Lebensfreude auf dem Uniplatz schlendert. Im Hintergrund seht ihr das Hauptgebäude meiner Uni, in dem ich zum Beispiel Vorlesungen zu Forschungsmethoden hatte. Ach ja, schöne Erinnerungen werden wach. Uni-Zeit war doch die schönste Zeit, wie mir damals eine Schulfreundin schon immer prophezeite.

Ich hoffe euch hat mein kleiner Einblick in unseren Urlaub gefallen und vielleicht sogar Lust gemacht, die Stadt kennen zu lernen, falls ihr noch nie dort wart.

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4 Gedanken zu “Kurzurlaub an der Ostsee

  1. Ohh da bekomme ich direkt Fernweh. Wir haben verandtschaft in Rostock, deswegen habe ich auch schon viele Urlaube dort verbracht. Der letzte ist allerdings auch schon wieder 4 Jahre her. Ich würde so gerne noch einmal bevor unser Nachwuchs kommt an die Ostsee fahren, aber ich fürchte Zeittechnisch wird das nicht ganz klappen. Die Pension merke ich mir mal vor, für den Fall das mal kein Platz bei der Verwandtschaft sein sollte 😉

    Liebe Grüße

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    1. Liebe Marylou,
      freut mich, dass du ein wenig Lust bekommen hast, die schöne Hansestadt mal wieder zu besuchen und auch, dass die Pension gleich ein schöner Tipp für dich ist. Richtiges Fernweh hatte ich selbst jetzt lange nicht mehr, während der Schul- und Studienzeit dafür umso mehr. Seit das Lieblingskind auf der Welt ist, wurde es eher abgelöst von „Ich bin urlaubsreif und möchte am liebsten nur noch in einem Hotel verwöhnt werden.“ Gar nicht wegfahren, kann ich mir allerdings nicht vorstellen. Dann würde mich sicher auch wieder das Fernweh einholen.
      Liebe Grüße und hab einen schönen 1. April. 😊

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  2. Liebe Sabrina,
    auch mir hast Du große Lust auf Rostock bereitet. Vor allem der Tipp mit der Pension ist klasse!
    Ich hoffe wir sehen uns bald mal wieder – R. mag F. ja nach wie vor heiraten 😉 Bis dahin liebe Grüße von mir!

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    1. Ach liebe Daniela, wie schön dich hier zu sehen und wie schön, dass du gleich Lust auf Rostockurlaub bekommen hast. Wir wollten uns ja nach Ostern verabreden. Das sollten wir möglichst bald tun, um den Heiratsplänen nicht im Wege zu stehen. 😉
      Bis ganz bald, Sabrina

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