WMDEDGT – Tagebuchbloggen im April 2016

Jeden Monat fragt Frau Brüllen am fünften Tag: „Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag?“ Damit ruft sie alle zum Tagebuchbloggen auf und ich mache wieder mit.

Als heute früh um 6 Uhr mein Wecker klingelte, fühlte ich mich bereits frisch und munter, denn ich hatte einen schönen Traum. Ich träumte von einer supertollen Kita. Ich nehme es mal als gutes Omen. Geht es euch auch so, dass ihr euch frischer fühlt, wenn ihr gut geträumt hattet? Mir geht es jedenfalls so. Dagegen fühle ich mich morgens wie gerädert, wenn ich schlecht geträumt habe oder die ganze Nacht im Traum gearbeitet habe. Da ist mir dann morgens eher nach Feierabend als nach Aufstehen zumute.

Heute freute ich mich jedoch auf den Tag, weil der gestrige so dermaßen anstrengend und kräftezehrend war, dass der heutige nur besser werden konnte. Ich war einfach froh, den vergangenen Tag hinter mir zu haben, denn jeder neue Tag bringt auch irgendwie einen Neuanfang. Eine wohlige Dusche, um den Tag abzuspülen und ein kleines Frühstück trugen ebenfalls dazu bei, um mich wieder rundum wohlzufühlen.

5. GeschenkAls wir dann um 7:45 Uhr die Wohnung verließen, trafen wir auf unsere Nachbarn, die ebenfalls gerade zur Arbeit aufbrechen wollten. Sie huschten schnell in die Wohnung zurück, um noch etwas zu holen, das der Osterhase für das Lieblingskind bei ihnen hinterlegt hatte. Es war ein sehr hübsches Geschenk: ein neues Hörspiel, das von einer kleinen Eule handelt, nebst riesigem Überraschungsei. Und alles kam in einem hübsch bedruckten Beutel daher. Das Lieblingskind war überglücklich. Als wir rauskamen, fuhr er den Nachbarn auf seinem Laufrad noch mal direkt hinterher, überholte sie dann aber einfach. Nur um zwei Minuten später festzustellen, dass sie in ihr Auto gestiegen waren und ich ihnen gerade noch mal Tschüss sagte. Er rannte wie der Blitz zurück, um sich auch noch mal zu verabschieden. Ich habe ihn noch nie so schnell rennen sehen. Ich glaube fast, er rennt so schnell wie ich. Gut ich bin nicht die Schnellste, aber er ist vier. Jedenfalls war ich schwer beeindruckt. Verpasst hat er sie trotzdem um eine Millisekunde und brach in lautes Weinen aus, das bis zur Kita anhielt. Aus dem wunderschönen Morgen, wurde auf einmal ein ganz Trauriger.

Ich fuhr dann zur Arbeit, was eine Odyssee war, denn genau zu dem Zeitpunkt, zu dem ich mal die U5 nutzen muss, gibt es Bauarbeiten. Die fingen tatsächlich erst heute um 9 Uhr an und gingen bis 13 Uhr. In dieser Zeit musste ich kurz nach 9 und kurz vor 13 Uhr mit der U5 fahren. Wenn das nicht Ironie in Reinstform ist. Alle Ausweichmöglichkeiten hätten mir zeitlich nichts gebracht. Das Nervige war, dass es für nur zwei Stationen einen Schienenersatzverkehr gab, der so unterirdisch organisiert war, dass ich mich einfach nur aufregen konnte. Wenn Menschen aus einer U-Bahn mit dem Bus weiterfahren sollen, dann sollten es mindestens zwei Busse sein, weil in eine U-Bahn einfach mal wesentlich mehr Menschen reinpassen. Und dann sollte man auch nicht so lange auf den Bus warten müssen, dass in der Zwischenzeit schon wieder die nächste U-Bahn angekommen ist. Denn so hätten schon fast vier Busse im Einsatz sein müssen. Ihr versteht? Es war einfach nur abartig, wenn man für zwei Stationen eine halbe Stunde braucht.

Wenigstens schien die Sonne und meine Termine waren sehr angenehm. Wir hatten einen angenehmen, fast schon lustigen Qualitätsmanagement-Termin im Freien. Das war mal eine schöne Abwechslung.

Nach der Arbeit wurde es allerdings wieder etwas stressig, denn ich hatte mir so viel vorgenommen. Die Wohnung brauchte dringend eine Generalüberholun5. Kucheng, die zeitlich einfach nicht drin war, wie in den letzten Tagen auch schon. Inzwischen aber bekam ich fast Angst, dass die „Wollmäuse“ die Alleinherrschaft über die Wohnung übernehmen wollen und uns im Schlaf auffressen werden. An Staubsaugen war trotzdem nicht zu denken, denn ich musste dringend los, das Lieblingskind abholen. Ach so, vorher gönnte ich mir allerdings noch Kakao und Kuchen. Das möchte ich nicht unterschlagen. Diese Pause musste einfach sein, wenn ich für die restliche Tagesplanung noch fit sein wollte.

Dann suchte ich meine Bibliothekskarte, da wir CDs und Bücher wieder abgeben mussten und normalerweise immer gleich was Neues aussuchen. Das musste diesmal ausfallen, denn sie war beim besten Willen nicht auffindbar. Diesmal sollte das aber kein Problem sein, da das Lieblingskind ja gerade heute früh eine neue Hörspiel-CD geschenkt bekommen hatte.

6. Eis essenUnd so rannte ich fast zur Kita, um ein fröhlich bastelndes Kind abzuholen. Klebeband war beim Basteln heute die neueste Entdeckung und ich musste gleich drei Bastel-Werke einpacken. Auf dem Weg zur Bibliothek spendierte ich dem Lieblingskind ein Eis. Es war einfach so herrliches Wetter und ich hatte vorher schon auf dem Heimw7. Biboeg, die ganzen Eltern mit ihren Kindern vorm Eisladen sitzen sehen, sodass ich mir schon dachte, dass wir die Eis-im-Freien-Ess-Saison auch eröffnen können. Das Lieblingskind hatte Spaß dabei und wollte nach dem sonnengelben Hocker auch noch den Wasserblauen am Nachbartisch ausprobieren.

In der Bibliothek wollte es heute alles allein machen. Das Schließfach abschließen, den Schlüssel tragen, die Bücher und CDs abgeben und das Schließfach wieder aufschließen.

Zu Hause hörte es dann die neue CD, während ich uns einen Salat und Backofenpommes machte. Das Lieblingskind aß lieber eine Tomate, prob8. Abendessenierte dann ein paar Pommes mit Ketchup und aß noch eine zusammengerollte Käsescheibe hinterher. Es sagt nämlich immer „Pomm Fritt sind igitt“. Komisch, oder?

Und dann begann ich, mich wieder in einen Octopus zu verwandeln, wie ich es immer mache, wenn so viel zu tun ist. Soll heißen, ich begann wieder alles gleichzeitig zu machen. Ich saugte die Wohnung durch, während das Kind badete, räumte die Küche auf, schmiss den Geschirrspüler an, räumte weiter auf, putzte das Klo und so weiter. Das Lieblingskind schlief glücklicherweise heute ganz schnell ein und die Wäsche kann diesen Beitrag hier noch abwarten. Danach ist auch die dran. Dazu werde ich ein Hörbuch von Agatha Christie hören. Das wird schön. Mit Hörbüchern mag ich Hausarbeiten irgendwie. Na gut, ich habe schon immer gern sauber gemacht, weil ich es einfach ordentlich mag. Allerdings auch immer mit etwas für die Ohren im Hintergrund. In meiner Jugend war es oft „Der Ohrenzeuge“ auf Fritz. Das war ein Mitmachkrimihörspiel. Kennt das zufällig noch jemand?

So, nun muss ich aber diesen Beitrag beenden. Denn die Wäsche ruft schon, wie im Frau-Holle-Land „Leg uns zusammen, wir sind schon lange trocken.“ Okay, Goldmarie kommt gleich.

Also Tschüss euch und noch einen schönen Abend am 5. April.

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